Ministerium für Landwirtschaft

 

Nachhaltig, sinnvoll und gesund ist unser Traum. Lebensmittel sind Mittel zum Leben! Nahrungsmittel sollten unsere Medizin sein. Es geht ausdrücklich darum, einige Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte zu korrigieren. Wir möchten der Natur und Natürlichkeit wieder oberste Priorität einräumen – die Erhaltung unseres Lebensraumes ist essentiell.

Die Menschen sehnen sich nach einem Wandel hin zu gesunden Lebensmitteln und wertvoller Nahrung, die uns mit wichtigen bioaktiven Nährstoffen in üppiger Fülle versorgen und sich durch eine hohe Nährstoffdichte auszeichnen.

Schutz der Umwelt und aller dort lebenden Tiere, Pflanzen, Organismen und deren Lebensräumen wird ein zentraler Punkt in unserer zukünftigen Landwirtschaft sein.

Dafür bedarf es einer neuen, einfühlsamen Herangehensweise durch ausführliche effektive Schulungen und Weiterbildungen der in den jeweiligen Arbeitsbereichen tätigen Menschen.

Bauern als unsere Ernährer sollen wieder den gesellschaftlichen Stellenwert, Anerkennung und Wertschätzung erhalten, die ihnen zusteht.

Auch die Forstwirtschaft braucht eine dringende Reformierung. Unseren Wäldern wird zukünftig wieder große Sorgfalt und Pflege entgegengebracht/geschenkt, da sie sich in bedürftigem Zustand befinden.



Folgende Verbesserungen in der Bewirtschaftung der Äcker und Höfe sind zwingend erforderlich:

  • Jegliche Ausbringung von gentechnisch verändertem Saatgut und gentechnisch veränderten Organismen zur Nahrungserzeugung ist einzustellen. Das schließt auch den Vertrieb hybrider oder gentechnischer Pflanzen aller Art zur weiteren Verwendung in der Tierfutterbranche aus.

  • Es wird nur „samenfestes“ Saatgut zugelassen.

  • Die Ausbringung chemischer Spritzmittel, die nachweislich gesundheitsschädigend bzw. in ihrer Wirksamkeit umstritten sind, ist mittelfristig einzustellen.

  • Land- und tierwirtschaftliche Betriebe haben dafür Sorge zu tragen, dass keine Schadstoffbelastung (durch Nitrat, Nitrit usw.) der Böden, Luft, Grundwasser oder stehenden und fließenden Gewässer möglich ist.



Wichtigste Änderungen für die Landwirtschaft der Zukunft:


  • Der Landwirt bekommt Mitbestimmungs- und Mitspracherecht, seine Vorschläge und Einbringungen sind wertvoll und erwünscht.

  • Eigene Entscheidungen dürfen nach Bedarf getroffen werden, um den Produktionsablauf bestmöglich und naturnah zu gewährleisten.

  • Bauern brauchen nicht mehr EU-Vorgaben zu befolgen.

  • Es gibt keine Zwangsmitgliedschaften. Regionale Interessenvertretungen sind erwünscht.

  • Einer traditionellen und artenvielfältigen Landwirtschaft mit Nutzung altbewährter Rassen und Sorten (Tiere, Pflanzen, Saatgut) wird wieder hohe Priorität eingeräumt.

  • Rücknahme der Flurbereinigung, um hofnahe Flächen zu gewährleisten! Hierbei ist es wünschenswert, dass Feldhecken und ähnliches für Wildtiere in Feld und Flur in ausreichendem Maße vorhanden sind bzw. neu angelegt werden, um der Natur wieder Raum zu geben.

  • Demeter-Richtlinien werden auf längere Sicht als Leitsatz der zukünftigen gesamtheitlichen Landwirtschaft dienen.

  • Frühere bewährte Anbaumethoden (z. B. Fruchtfolgen, Mischkulturen, Mulchen) sollen gefördert, angewendet und wieder neu erlernt werden.

  • Der Gesundung der Böden wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt, z. B. durch Methoden mit Effektiven Mikroorganismen oder Urgesteinmehl.

  • Um die Frische der landwirtschaftlichen Produkte zukünftig zu gewährleisten, sind kurze Lieferwege und eine regionale Belieferung zu fördern. Dazu werden Landwirte und Gemeinden angehalten, verstärkt und möglichst überall Bauernmärkte einzurichten. Der regionale Verkauf in Hofläden wird unterstützt und jeder Landwirt darf seine Waren auf Märkten anbieten.


Wichtigste Änderungen in die zukünftigen Tierwirtschaft:


  • Nutztiere sind artgerecht zu halten und respektvoll zu behandeln.

  • Eine gesunde Ernährung der Tiere wird angestrebt, was die Fütterung mit gentechnisch verändertem Futter ausschließt.

  • Tiertransporte unterliegen der Fürsorgepflicht fachlich gebildeter Menschen und sind drastisch auf ein Minimum zu begrenzen. Es wird die Schlachtung in der Nähe angestrebt.

  • Landwirtschaftliche Tierhalter dürfen bei entsprechenden Voraussetzungen unter tierärztlicher Aufsicht wieder auf ihren Höfen schlachten.

  • Schächten ist absolut nicht erlaubt.



Rückkehr zur naturnahen Forstwirtschaft:

  • Hege und Pflege unser Wälder als geschlossenes Ökosystem wird Schwerpunkt unserer Forstwirtschaft sein.

  • Förderung der Artenvielfalt in Wald und Flur hat Vorrang.

  • Abholzung der Bäume für Papier oder Möbel ist einzuschränken, wobei auf nachhaltigere Methoden umgestellt werden kann.



Die Erde bietet uns alles, was wir zum gesunden Leben brauchen. Es gibt bereits viele Ideen, Entwicklungen und Erfindungen für eine nachhaltige, ertragsreiche Landwirtschaft, die heute noch zu wenig Anwendung erfahren. Lassen Sie uns zusammen in eine goldene und würdige Zukunft gehen!