Schwarzkümmelöl-Heilpflanze und Nahrungsmittel

Schwarzkümmelöl auf die Qualität kommt es an

 

Wie man vielleicht ahnen könnte, stammt ägyptisches Schwarzkümmelöl aus Ägypten und Westasien. Entsprechend der Überlieferung haben die Pharaonen Schwarzkümmelöl als ein Naturheilmittel angewandt. Der großartige Pharao Tut-ench-amun hatte ein Fläschchen in seiner Privatapotheke stehen, und zwar in derjenigen die für das Jenseits gedacht war. Im Grab von Pharao Tut konnte ein Fläschchen Schwarzkümmelöl als Grabbeigabe gefunden werden.

Die kleinen braunschwarzen Samen enthalten viele wertvolle ätherische Öle. Diese Samen werden zu Heilzwecken (Verdauung) und als Gewürz genutzt. Die Samen schmecken scharf und aromatisch.

Aus den Samen wird ein hochwertiges und würziges Öl zu Speisezwecken kaltgepresst, das gut verdaut werden kann, Hormonhaushalt und Immunsystem reguliert. Dieses heilsame Öl wird nicht als Heilmittel verkauft, sondern als Nahrungsmittel. Interessant oder?

Wirkung

Die Wirkungsweise von "Ägyptischen Schwarzkümmelöl" ist demnach die Gleiche, wie bei anderen Schwarzkümmelölprodukten.

  • Harmonisierung der Immunabwehr durch die zahlreichen Antioxidantien und Nährstoffe, insbesondere Vitamin C.
  • Linderung bei allergischen Erkrankungen wie Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis. Dieser Effekt ist auf die antiallergische Wirkung von Nigellion Semorpion zurückzuführen, welches eine krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaft hat.
  • Ebenso entfalten die darin enthaltenen ätherischen Öle eine positive Wirkung gegen allergische Reaktionen des Körpers.
  • Eine Förderung der Verdauung sowie Stimulierung der Darmmuskulatur durch Saponin Melanthin, das leicht abführend und verdauungsanregend wirkt.
  • Eine regulierende Wirkung auf den Cholesterinwert aufgrund der zahlreichen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.
  • Eine beruhigende Wirkung auf die Nerven aufgrund der Vitamin B Komplexe, die in Schwarzkümmelöl enthalten sind.

Linderung von Schmerzen im Hals- und Rachenberreich

Schwarzkümmelöl wirkt nachweislich schmerzlindernd bei Halsschmerzen. Der Grund dafür liegt vermutlich ebenfalls in der Hemmung der Entzündung. Dadurch, dass der Krisenherd im Halsberreich gelindert wird und die entzündliche Reaktion abnimmt, werden auch die mit Entzündungen verbundenen Schmerzen gelindert. Zusätzlich bereitet die ölige Konsistenz des Schwarzkümmelöls einen Schutzfilm im Halsberreich.

Dies gilt übrigens ebenfalls für schmerzende Stellen auf der Haut.


Bei Hemmung von Entzündungen 

Aufgrund der zahlreichen Antioxidantien, die in Schwarzkümmelöl enthalten sind, wie etwa die ätherischen Öle, Selen, Omega 3 Fettsäuren, CBD Öl oder Vitamin C und vor allem der Prostaglandine können Entzündungen durch Schwarzkümmelöl gehemmt werden. 

Durch die Einnahme von Schwarzkümmelöl werden auch beträchtliche Mengen an Linolen-Gammasäure und Arachidonsäure aufgenommen, aus denen Prostaglandine synthetisiert werden. Prostaglandine wirken gemeinhin entzündungshemmend. So kommt der Entzündungshemmende Effekt zustande.

Deshalb eignet sich Schwarzkümmelöl hervorragend bei Erkältungen mit entzündlichem Charakter, wenn etwa der Hals oder die Nasenschleimhäute leicht entzündet sind. Schwarzkümmelöl kann auch idealerweise auf die betroffenen Hautstellen (z.b die Stellen unterhalb der Nase, die aufgrund von häufigem Schnäuzen leicht entzündet sein kann) aufgetragen werden.

Bei Entzündungen im Hals und im Rachen kann Schwarzkümmelöl ebenfalls eine lindernde Wirkung erzielen.


Bei bakteriellen Infektionen

Die in Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle haben eine antibakterielle Eigenschaft und wirken unter anderem auch desinfizierend. Zur Anwendung kommt diese Eigenschaft zur Desinfektion von entzündeten Stellen, aber auch bei bakteriellen Infektionen der oberen Atemwege.


Gegen Pilze

Den ätherischen Ölen wird auch eine antifungale Wirkung nachgesagt. Besonders gegen den Pilz candida albicans wirken die ätherischen Öle effizient. Dieser Pilz kommt in Form eines Darmpilzes, aber auch als Vaginal – oder Penispilz vor.


Gegen Viren

Schwarzkümmelöl wird auch eine antivirale Wirkungsweise nachgesagt, deren Wirkungsmechanismus allerdings noch nicht zur Gänze aufgeklärt wurde. Es wird spekuliert, dass die ätherischen Öle in Kombination mit anderen Antioxidantien Viren angreifen und schäden können. In diesem Zusammenhang kommt Schwarzkümmelöl bei grippalen Infekten zum Einsatz und kann bei leicht höherer Dosierung den Verlauf der Krankheit lindern und beschleunigen.


Blutdruck senken

Durch den überwiegenden Anteil an Gamma-Linolensäure vermag Schwarzkümmelöl eine regulierende Wirkung auf Herz-Kreislauf auszuüben. Durch die zahlreichen ungesättigen Fettsäuren wird eine blutdrucksenkende Wirkung erzielt. Durch die Wirkungsweise der Fettsäuren wird das gute HDL – Cholesterin erhöht und das schädliche LDL – Cholesterin gesenkt. Auf diese Weise kann ebenfalls eine heilsame Wirkung auf Blutdruck und Kreislauf ausgeübt werden.


Freie Radikale

Wie bereits angeführt enthält Schwarzkümmelöl zahlreiche Substanzen, die freie Radikale einfangen. Freie Radikale sind “entgleiste” molekulare Partikel, die durch äußere Imissionen, wie Rauch oder in der Luft enthaltene Schadstoffe entstehen können. Außerdem lässt Stress und der Alterungsprozess allgemein freie Radikale vermehrt aufkommen. Dabei richten diese freien Radikalen eine erheblichen Schaden am Gewebe und an der DNA an. Diese Schäden führen zu einem schnelleren Altern, aber auch unter Umständen dazu, dass Krebszellen entstehen.

Die ätherischen Öle, Selen, Vitamin C und die ungesättigten Fettsäuren wirken äußerst Effektiv gegen diese freien Radikale. Sie wirken als sogenannte Anti-Oxidantien und können diese freien Radikale einfangen.


Gegen Allergien – Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma

Schwarzkümmelöl enthält einen besonderen Wirkstoff mit dem Namen Nigellon Semohiorpion. Diese Substanz wirkt besonders krampflösend und antiallergen. Auf diese Art und Weise vermag Schwarzkümmelöl bei Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen Linderung zu verschaffen.

Mit seiner krampflösenden Eigenschaft wirkt Nigellon Semohiorpion besonders bei Heuschnupfen, da die krampfartig ausgelösten Spasmen der Nasenschleimhäute dadurch gelöst werden können. Allgemein kann durch diesen Wirkstoff langfristig die Wahrscheinlichkeit, dass solche krampfartigen Spasmen in den Schleimhäuten auftreten gesenkt werden.


Bei Asthma und allergischen Reaktionen der oberen Atemwege

Schwarzkümmelöl kann aufgrund von Nigellon Semohiorpion auch durch allergische Reaktionen verschlossene Bronchien wieder öffnen. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich ein Dampfbad, bei dem Schwarzkümmelöl inhaliert wird. Näheres dazu finden Sie in der Rubrik Einnahme und Dosierung.


Schwarzkümmelöl zur Harmonisierung von Insulinspiegel

US-Forscher konnten bei der Einnahme von Schwarzkümmelöl eine nachweisliche Senkung des Blutzuckerspiegels feststellen. Dadurch, dass der Blutzuckerspiegel gesenkt wurde, konnte ebenfalls beobachtet werden, dass der Insulinspiegel sich harmonisierte. Dieser Effekt kommt besonders Menschen, die an Diabetes leiden zu Gute.


Interferon

Interferon ist eine Substanz, die im Körper das Immunsystem anreget und eine antivirale Eigenschaft hat. Es konnte beobachtet werden, dass durch die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmelöl die Produktion von Interferon erhöht wurde.

Leber und Nieren

Ebenfalls konnte beobachtet werden, dass bei regelmäßiger Einnahme die Funktion von Leber und Nieren erhöht wurde. Dies lässt sich vermutlich auf mehrere Effekte zurückführen, wie etwa antibakterielle und antivirale Funktionen, Stärkung des Immunsystems allgemein, aber auch die Senkung von negativen Cholesterinwerten, wie der LDL Cholesterinwert. Zusätzlich tragen die Antioxidantien zu einer Reduktion der Belastung dieser Organe durch freie Radikale bei.


Hemmung vom Krebswachstum

Studien haben nachgewiesen, dass Schwarzkümmelöl den Wachstum von Krebszellen eindämmen kann. Schwarzkümmelöl gilt in vielen Kreisen als effizientes Mittel gegen Krebs, dass aber auch vorbeugend dabei hilft, Krebs zu vermeiden. Auf der Seite healthimpactnews.com werden einige Studien vorgestellt, in denen die positive Wirkung des Schwarzkümmelöls aufgezeigt wird.

Eine gute Übersicht auf den aktuellen Forschungsstand zum Thema Schwarzkümmelöl gegen Krebs gibt die Studie des Anticancer Activities of Nigella Sativa (Black Cumin) von Khan, Chen, Tania und Zhang. Diese fast bestehende Forschungsstudien zum Thema Schwarzkümmelöl und Krebs zusammen. Die Original-Studie finden Sie hier: http://www.ncbi.nlm.nih.gov

Im folgenden geben wir Ihnen einen Überblick der wichtigsten Forschungsstudien zu diesem Thema. Zusammenfassend kann man sagen, dass Schwarzkümmelöl schon seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet wird.

Das Rohöl (und das darin enthaltene Thymochinon) aus den Samen wirkt vermutlich effektiv gegen viele Krebsarten wie Blutkrebs, Lungenkrebs, Nierenkrebs, Leberkrebs, Prostatakrebs, Brustkrebs, Hautkrebs und Gebärmutterkrebs. Die molekularen Mechanismen des Schwarzkümmelöls sind nicht wirklich verstanden. Studien zeigen jedoch, dass Thymochinon ein Antioxidationsmittel ist und das Immmunsystem des Körpers stärkt.

Die derzeitige wissenschaftliche Beschäftigung mit Schwarzkümmelöl ist ein relative neues Phänomen. Noch sind relativ wenige Forschungen durchgeführt worden, weshalb auch nur sehr wenige Studien zum Thema Schwarzkümmelöl existieren.

Rolle von Schwarzkümmelöl als Anti-Krebs-Mittel

Die Samen der Nigella Sativia enthalten viele  Stoffe, die der körperlichen Gesundheit zuträglich sind. Unter Krebs versteht man einen abnormalen Zellwachstum, der zur Zunahme des Volumens eines Gewebes führt. Mittel gegen Krebs müssen daher in der Lage sein, mutierte Krebszellen abzutöten, oder bestehende gesunde Zellen von bösartigen Mutationen zu schützen.

Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe von Schwarzkümmel ist Thymochinon, das in vielen Fällen in der Lage ist Krebszellen zu zerstören. Bei welchen Krebsarten eine Wirkung durch Thymochinon bestätigt bzw. vermutet wird, zeigt die folgende Übersicht an Studien:

Blutkrebs

El-Mahdy et al. (2005) berichtet, dass Thymochinon einen wachstumshemmenden Effekt auf ameloblastische Leukämie-Zellen HL-60 ausübt.

Brustkrebs

Extrakte von Schwarzkümmel waren in vitro hilfreich, MCG-7 Brustkrebszellen zu deaktivieren  (Farah and Begum, 2003).

Schwarzkümmel war in Kombination mit Melatonin und Retinsäure erfolgreich dabei, den krebserregenden Effekt von DMBA auf Brustkrebs-geschwüre zu vermindern (El-Aziz et al., 2005). Auch Effenberger et al. (2010) konnte nachweisen, dass durch Thymochinon die Zellen von Brustkrebsgeschwüren abgetötet wurden.

Dickdarm-Krebs

Gali-Muhtasib et al. (2004) vermutet, dass Thymochinon negetaive Auswirkungen auf die Wahrscheinlichkeit einer Dickdarm-Erkrankung hat. Salim and Fukushima (2003) demonstrierten sogar, dass flüchtiges Schwarzkmmelöl die Eigenschaft hat, den Wachstum von Dickdarm-Krebs bei Ratten zu hemmen, ohne nachteiliger Nebeneffekte.

Norwood et al. (2006) empfiehlt  Thymochinon  als ein Chemotherapiemittel gegen SW-626 Dickdarmkrebs-Zellen. Gegen HT-29-Zellen wurde jedoch kein Effekt von Thymochinon   gefunden (Rooney and Ryan, 2005).

 

Bauchspeicheldrüsen-Krebs

Chehl et al. (2009) zeigte, dass Thymochinon bei den Bauchspeicheldrüsenkrebs den Zelltod beschleunigt und die Verbreitung des Krebs hemmt. In der Studie wurde auch empfohlen Thymochinon für Entzündungshemmende Behandlungen einzusetzen.

Leberkrebs

Nagi and Almakki (2009) berichten, dass die orale Einnahme von Thymochinon erfolgreich dabei ist, die Aktivitäten von Enzymen zu erhöhen, die gegen Leberkrebs hilfreich sind.

Lungenkrebs

Swamy and Huat (2003) erwähnen, dass alpha-Hederin gewonnen aus Schwarzkümmel bei Mäusen gegen Tumore wirkt.

Auch Mabrouk et al. (2002) zeigte, dass  die Unterstützung der Ernährung mit Honig und Schwarzkümmel einen schützenden Effekt gegen die Krebsentstehung in Lunge, haut und Dickdarm haben

Rooney and Ryan (2005) berichteten dagegen, dass alpha-Hederin und Thymochinon bei bestimmten Krebszellen keine Wirkung zeigten.

Hautkrebs

Salomi et al., (1991) berichtet, dass Schwarzkümmel einen negativen Effekt auf die Hautkrebsentstehung bei Mäusen hat.

Fibrosarkom

Thymochinon (gewonnen aus Schwarzkümmel wurde in Trinkwasser verdünnt (0,01%) und eine Woche vor und nach einem Krebsbehandlung verabreicht und hemmte signifikant, das Tumorvorkommen und die Tumorstärke (43% und 34%) im vergleich zu einer Gruppe, die nur die Behandlung durchführte. (Badary and Gamal, 2001).

Nierenkrebs

Khan and Sultana (2005) berichteten vom vorbeugenden Effekt von Schwarzkümmel gegen die Nierenkrebsentstehung bei Ratten, die Schwarzkümmel oral einnahmen.

Prostatakrebs

Thymochinon ist erfolgreich bei der Wachstumshemmung von Krebszellen ohne Nicht-Bösartige Zellen zu schädigen. In der Studie wird empfohlen Thymochinon als ein Mittel gegen Prostatakrebs empfohlen. (Kaseb et al., 2007).

Yi et al. (2008) fanden heraus, dass Thymochinon die Neubildung von Krebszellen bei Prostatakrebs verhindern kann, ohne bösartige Nebeneffekte zu zeigen.

Gebärmutterhalskrebs

Shafi et al. (2009) berichtete, dass Extrakte von Schwarzkümmel den Tod von Gebärmutterhalskrebs-Zellen herbeiführen kann.

Effenberger et al. (2010) konnte einen ähnlichen Effekt nachweisen.

 

Weitere Anwendungsgebiete sind:

Afterjucken, Akne, Allergien, Asthma,
Blähungen, Bronchitis,
Diarrhöe, Durchfall, Ekzeme, Frauenleiden,
Gallensteine
, Gallenschwäche, Gelbsucht,
Immunschwäche, Insekten,
Keuchhusten, Koliken, Krämpfe,
Leberleiden, Lungenerkrankungen,
Magenbeschwerden, Magenschmerzen,
Neurodermitis, Parasiten, Pilzinfektionen, Hautpilz,
Psoriasis vulgaris, Säuremangel, Schuppenflechte,
Tumore,
Übersäuerung, Verdauungsbeschwerden,
Würmer

 

 

 

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